Waldalgesheim mit dem Ortsteil Genheim
ist eine attraktive, verkehrsgünstig in der Nähe der Autobahn A61 gelegene Wohngemeinde, mit inzwischen 4.000 Einwohnern. Darüber hinaus besitzt Waldalgesheim eine lange geschichtliche Tradition. Berühmt ist das aus dem 4. Jhr.v.Chr. stammende keltische Fürstengrab. Das Grab ist bekannt für seinen reichen Goldschmuck und die nach diesen Funden bekannten Rank- und Ziermuster („Waldalgesheim Stil“).
Erstmals ist Waldalgesheim im Lorscher Codex 784 und
der Ortsteil Genheim 767 erwähnt.
Das ehemalige Knappendorf hat mit den Tagesanlagen
(erbaut 1917 bis 1919) der „Grube Doktor Geier“ ein
Kulturdenkmal von europäischem Rang („Zechenschloss
im Binger Wald“).
Durch den Bergbau und die damit verbundenen Absenkungen
ist das ehemalige Dorf fast ganz verschwunden. Eine neue,
moderne und aufstrebende Gemeinde ist entstanden. Ein
Gewerbegebiet von 7,2 ha konnte 1997 realisiert werden. Alle
Grundstücke sind zügig an Gewerbetreibende vermarktet worden.
Ebenso wurde ein neuer Lebensmittelmarkt 1997 fertiggestellt.
Geschäfte für den täglichen Bedarf sind vorhanden.
Das neue Wohngebiet „Römerstraße“ mit 121 Bauplätzen
zwischen Waldalgesheim und dem Ortsteil Genheim
gelegen, verbindet fast Waldalgesheim mit dem Ortsteil
Genheim. Seit 2001 kann dort gebaut werden. In nunmehr
zwei Jahren sind 55 Häuser errichtet worden. Alle 32
Gemeindegrundstücke sind, zum Teil an junge,
einheimische Familien, veräußert worden.
Seit 2 Jahren besitzt der Ortsteil Genheim nach
dem Umbau und der Renovierung der ehemaligen
"Alten Schule" wieder ein Gemeinschaftshaus.
Dieses wird intensiv genutzt.
Ein Wochenendgebiet mit 350 Wochenendhäusern, am Wald gelegen, unterstreicht die für die Erholung günstige Lage von Waldalgesheim.
Damit das neue und das alte Dorf zusammenwachsen, hat die Gemeinde einen umfassenden, langfristig angelegten Entwicklungsplan für die Gemeinde vorgelegt. In der Entwicklungskonzeption für Waldalgesheim-Nord kann die geplante Entwicklung für die nächsten 15 bis 20 Jahre nachgelesen werden. Die bisherigen Splittersiedlungen an der Waldstraße, Erbacher Weg, Oberstraße und Untere Amalienhöhe, sollen mittel- und langfristig in die Gemeinde integriert werden. Das ehemalige Bruchgelände und die vorgesehenen Ausgleichsflächen bilden mitten in der Gemeinde einen Park, der für alle zugänglich sein soll.
Die Erweiterung der Keltenhalle, die Platzgestaltung an der katholischen Kirche, verbunden mit der Erneuerung von Gemeindestraßen, die Beleuchtung des Rad- und Fußweges zwischen Waldalgesheim und dem Ortsteil Genheim sowie der Umbau der Schulscheune in Genheim, sind Projekte für die nächsten Jahre.
Wald- und Weinbau gehören in Waldalgesheim eng zusammen. Ein Wald-, Wein- und Wildlernpfad in Genheim, zahlreiche Wanderwege im Waldalgesheimer Wald (730 ha) und zwei Grillhütten laden zum Verweilen ein. Gepflegte und gut ausgebaute Weine von hoher Qualität werden von den einheimischen Winzern angeboten.
Eine freundliche, leistungsfähige Gastronomie sowie verschiedene Straußwirtschaften bieten den zahlreichen Gästen willkommene Abwechslung.
Waldalgesheim ist bekannt für aktive Vereine und viele Feste. Chorgesang, Blasmusik, Sport und die „Allesemer Fassenacht“ werden gepflegt. Ein großes Sportgelände, mehrere Bolzplätze, sowie eine Tennishalle, bieten den Sportinteressierten viele Möglichkeiten.
Waldalgesheim ist seit 1978 mit der Gemeinde Ratten/Steiermark partnerschaftlich verbunden.
An Einrichtungen sind vorhanden :
ein katholischer Kindergarten mit vier Gruppen, ein Gemeindekindergarten mit einer Gruppe, Spielplätze, Grundschule, mehrere Sportplätze, Mehrzweckhalle, Reithallen, Tennisplätze, Tennishalle, Büchereien, Begegnungstätte für Senioren, verschiedene Geschäfte für den täglichen Bedarf, Apotheke und Ärzte am Ort.
Waldalgesheim, im Januar 2002

Dr. Gerhard Hanke
Ortsbürgermeister
|