Brennholz effektiv verbrennen

08.03.2010 11:04 von Gemeinde Waldalgesheim

Pressemitteilung vom 08.03.2010

Energieberater informierte in Waldalgesheim

Auf Einladung von Ortsbürgermeister Dr. Gerhard Hanke referierte der Energieberater von Landesforsten, Carsten Frenzel aus Westerburg, über die ökonomische und auch ökologische Verbrennung von Holz. Gerade die Ortsgemeinde Waldalgesheim hat als umweltbewusste Gemeinde in den vergangenen Jahren viel für die Umwelt getan, erwähnte der Ortsbürgermeister, so die Biomasse-Anlage, eine Pelletheizung, mehrere Photovoltaik-Anlagen und die große Freiflächen-Photovoltaikanlage zwischen Waldalgesheim und Stromberg. Holz „als Brennstoff vor der eigenen Tür“ wird spätestens seit den hohen Energiepreisen des vorletzten Sommers eine ganz neue Wertschätzung entgegengebracht. Effizient genutzt, lässt sich nicht nur viel Geld sparen, sondern auch das Klima schonen.

Waldalgesheim. Heizen mit Holz ist angesagt. So verwundert es nicht, dass die Bewohner des Rhein-Nahe-Raumes einem Infoabend in Waldalgesheim brennendes Interesse entgegen brachten. Rund 40 Zuhörer drängten sich in die „Rattener Stube“ der Keltenhalle, in dem Carsten Frenzel, Energieberater von Landesforsten, mit seinem Vortrag „Richtig heizen mit Holz“ zu Gast war. Er erläuterte, wie man den Heizwert des Holzes nutzbar macht. Dazu gehört das sofortige Schneiden des Holzes auf Ofenlänge, das feine Spalten (max. 30 cm Umfang) und die luftige und überdachte Lagerung auf Unterlagen. So ist das Holz auf jeden Fall nach 2 Sommern ofentrocken mit einem Wassergehalt von 15 bis 17 Prozent. Nur so darf es verbrannt werden.

Die Baumarten und ihr Energiegehalt war ein weiterer Punkt, den der Forstmann ansprach. Besonders hob er hervor, dass harzreiche Nadelhölzer entgegen der weit verbreiteten Meinung ebenfalls als Feuerholz taugen, und zwar nicht nur zum Anfeuern: „Es muss richtig praktiziert werden.“ Aufgrund der unterschiedlichen Hitzeentwicklung bei Buche, Fichte und den anderen Baumarten empfahl Frenzel, je nach Wärmebedarf mehrere Sorten zu lagern. Zudem hänge eine effektive Nutzung auch stark vom Wirkungsgrad des Ofens oder Kessels ab.

Zum Anfeuern sollte fein gespaltenes Nadel- oder Pappelholz verwendet werden, da dieses schnell ein kräftiges Feuer liefert. Am rauchärmsten gelingt das mit dem Anfeuermodul, das Frenzel den Zuhörern präsentierte. Hierbei wird das Feuer von oben entzündet.

Außerdem gab es noch viele weitere Tipps zum richtigen Nachlegen („Nie nur 1 Scheit!“), Ausmachen oder der Einstellung der Luftklappen. „Wer überlegt, einen Holzofen oder -kessel anzuschaffen, sollte immer zuerst den Schornsteinfeger fragen. Er kann Auskunft geben, ob und welche Heizquelle verwendet werden kann und wie der Schornstein beschaffen sein muss“, sagte der Energieberater. Neben dem gängigen Scheitholz sind Holzpellets eine gute Alternative: Sie verbinden Komfort mit Effizienz, erfordern meist aber eine höhere Investition.

Wer den Infoabend verpasst hat, kann bei den Forstämtern bzw. seinem Förster die kostenlose Infobroschüre „Effizient heizen mit Holz und Sonne“ erhalten. Im Internet ist sie unter www.wald-rlp.de ebenso erhältlich wie Merkblätter und ein Lehrfilm unter www.fairfeuern.ch. Ausdrücklich bedankte sich Ortsbürgermeister Hanke bei Carsten Frenzel für die wertvollen Informationen und kündigte ein Brennholzkonzept für den Waldalgesheimer Wald an.

Waldalgesheim, den 08.03.2010

gez. Dr. Gerhard Hanke
Ortsbürgermeister

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