Die Alte Schule in Genheim

Bild der Alten Schule in Genheim
Die Alte Schule in Genheim

Die Alte Schule in Genheim ist ein beliebter Ort für Sitzungen und Feierlichkeiten. Mehr noch: das Gebäude mit der hübschen Fassade hat sich seit der Renovierung im Jahr 2000 als Mittelpunkt in der Ortsgemeinde etabliert. Vereine und der Gemeinderat nutzen die Räumlichkeiten häufig, auch für private Veranstaltungen werden sie gebucht.

Es ist über 20 Jahre her, da wäre die Alte Schule Genheim fast einem Abrissbagger zum Opfer gefallen. Die Gebäudeschäden hatten 1988 ein Ausmaß angenommen, so dass ein Neubau sinnvoller erschien als eine aufwändige Renovierung. Mit dem Entschluss der Kreisdenkmalpflege, das Haus unter Denkmalschutz zu stellen, kam es jedoch zur Kehrtwende. Heute sind nicht nur die die Genheimer froh darüber.

Der Grundstein für das Gebäude wurde vermutlich 1825 gelegt. Bis 1966 gingen hier Kinder ein und aus, um die Schulbank zu drücken. Doch insbesondere an der Südseite traten im Laufe der Zeit Mängel wie etwa Risse auf, die eine Gefahr bedeuteten. Das war das Aus für die Schule. Der Gemeinderat Waldalgesheim, (Genheim ist seit 1970 eingemeindet), forcierte daraufhin seine Bemühungen, ein neues Dorfgemeinschaftshaus in Genheim zu errichten. Rund 400 000 Euro wurden für das Projekt veranschlagt. Doch durch die Entscheidung für den Denkmalschutz kam es anders. 1995 begannen die Beratungen über die Sanierung. Der Plan: es sollte ein Dorfgemeinschaftshaus mit Gewerbe- und Wohnräumen entstehen. Von 1997 bis 2000 wurde an und in der Alten Schule gehämmert, gebohrt und gebaut. Fast 700 000 Euro, rund 1,4 Millionen Mark, verschlangen die intensiven Arbeiten. Das Land beteiligte sich mit 500 000 Mark.

Im Erdgeschoss wurde nach den Plänen von Architekt Klaus Meckler ein freundlicher Raum mit Küche für 80 Personen geschaffen. Im Ober- und Dachgeschoss entstanden sehr attraktive Wohnungen, die Mieteinnahmen erzielen. Weiterhin befindet sich im Obergeschoss ein Büro für den Ortsvorsteher, das auch als Versammlungsraum für kleinere Gruppen genutzt wird. So verwandelte sich die Alte Schule in ein neues Dorfgemeinschaftshaus. Die historische Architektur mit ihren klassizistischen Elementen blieb erhalten. Das schmucke Gebäude wird u.a. vom Männergesangsverein und von den Landfrauen als Vereinsheim genutzt, auch der Gemeinderat hält hier Sitzungen ab. Zudem wird die Alte Schule für private Feiern gebucht.

Die feierliche Einweihung fand am 18. August 2000 statt. Gleichzeitig mit der Einweihung wurde auch der „Remis´chen Stein“ enthüllt. Jeder Weinfreund kann mit dem „Remis´chen Stein” die Echtheit seines „Remis'chens” testen. Damit soll eine Tradition im Naheweinland wieder mit Leben erfüllt werden, in dem echter Nahewein aus echten „Remis´chen Gläsern” getrunken wird.

Die Alte Schule mieten

Wer die „Alte Schule” buchen will, kann sich bei Ortsvorsteher Franz Josef Eckes (Tel. 06724 / 3691) melden. Die Kosten für die Anmietung belaufen sich für den Saal und die Küche wie folgt:

  Saal Küche
Einwohner von Waldalgeheim und Genheim   50,- €   50,- €
Auswärtige 100,- € 100,- €
Kommerzielle Nutzung für Einwohner und Auswärtige 150,- € 150,- €